Portrait

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Dominique Aegerter
Wohnort: 4938 Rohrbach
Geburtsdatum: 30.09.1990
Beruf: Motorradrennfahrer
Motorrad: Moto 2 – Suter / www.sutec.ch
Hobbies: Motocross
Vorbild: Kenny Roberts
Management: Dr. Robert Siegrist, Rechtsanwalt / www.siegrist-advokatur.ch

 

 

 

Bevor ich auf den Strassenrennsport wechselte, war ich von klein auf, schon bald mit nationalem Erfolg, in der Schweizer Motocross-Szene aktiv. Zuerst in den Kinderklassen, dann in der Junior-Kategorie. 2003 wechselte ich auf die Strasse, wurde Siebter im deutschen ADAC Junior Cup, worauf ich in die IDM (Internationale Deutsche Meisterschaft) der 125er-Klasse aufstieg, wo ich bis 2006 Rennen fuhr.

 

Dank Olivier Métraux, der mich gewissermassen entdeckt hatte, bekam ich schon 2007 die Möglichkeit, eine erste komplette Saison in der 125er-Weltmeisterschaft im damaligen «Multimedia Racing-Team» zu bestreiten. 2008 wechselte ich ins «Ajo Motorsport Team» und wurde 16. In der 125er-WM. Im selben Team, umbenannt auf «Ajo Interwetten Team», bestritt ich die Sai-son 2009 und steigerte mich auf den 13. Schlussrang in der WM.

 

2010 stieg ich schliesslich in die damals neu geschaffene Moto2-Klasse auf, mit Motorräder, ausgestattet mit Honda Einheitsmotoren. Eine Klasse, welche die seinerzeitige 250er WM ersetzte. Faktisch unter der Aegide von Olivier Métraux fuhr ich dann unter verschiedenen Namen stets im gleichen Team, in der letz-ten Saison 2016 unter dem Namen „CareXpert-Interwetten“.

 

Mit jenem Team waren vor allem die Saisons 2013 und 2014 von Konstanz und guten Leistungen geprägt. Regelmässige Top-Ten-Plätze erfreuten das Team und mich. Ich beendete die WM zwei Mal im 5. Rang. Speziell erfolgreich war meine Saison 2014 mit 4 Podestplätzen, vor allem meinem ersten und bisher einzigen Sieg am GP von Deutschland am Sachsenring.

 

Unzufrieden war ich mit meinen beiden letzten Saisons 2015 und 2016. Wenn es nicht läuft, kommt bekanntlich meistens noch Pech dazu. In der Saison 2015 erlitt ich im Rennen in Aragon (E) nach einer unverschuldeten Kollision schwere Rücken- und Handverletzungen, was mich bis kurz vor Saisonschluss in Valencia zu einer längeren Rennpause zwang. Gott sei Dank wurde ich von Ärzten, Therapeuten, Familie, Manager und Freunden rund um sehr gut be-treut. In der letzten Saison 2016 verletzte ich mich im Sommer beim Motocross-training unglücklich an der Schulter, worauf ich zwei Rennen nicht und da-nach nur handicapiert bestreiten konnte. Mit der Bekanntgabe meines Ent-scheides das Team auf die Saison 2017 zu wechseln, hat mich die Teamlei-tung aus unerklärlichen Gründen für den Rest der Saison, das heisst vier Ren-nen, frei gestellt. Angesichts der nur zu zwei Drittel bestrittenen Rennen darf sich der 12. WM-Schlussrang 2016 trotzdem noch sehen lassen.

 

Die erwähnte Rennpause ermöglichte mir unter anderem die früher mehrfach verschobene Spitzensport Rekrutenschule in Magglingen nachzuholen. Ich erfuhr dadurch eine körperlich perfekte Vorbereitung. Ich lernte menschlich viel dazu. Vor allem das Trainieren und Wirken mit coolen Leistungsportlern aus anderen Sportarten war eine sehr wertvolle Erfahrung.

 

Nach der beschriebenen fast sechs monatigen Zwangspause war es ein super Erlebnis, am ersten diesjährigen Rennen in Katar (Doha) wieder den ersten GP der Saison bestreiten zu können.

 

Die Erfahrungen der letzten zwei Jahre in sportlicher, technischer und vor al-lem auch menschlicher Hinsicht zwangen mich, in die Zukunft und damit nach einem neuen Team Umschau zu halten.

 

Mein Manager und ich beschlossen das Team zu wechseln. Wir unterschrie-ben im Herbst beim Deutschen KIEFER RACING TEAM, unter der Leitung der Gebrüder Stefan und Jochen Kiefer. Damit wurde auch mein angestrebter Wechsel zurück auf ein SUTER Chassis ermöglicht.

 

Von Beginn weg wurde ich vom neuen Team und von SUTER RACING „warm“ empfangen. Die Zusammenarbeit mit den Chefs und Technikern ist offen, fair, sehr professionell, jedoch trotzdem kameradschaftlich-ungezwungen. Ich füh-le, dass wieder die Chefs und das ganze Team an mich glauben. Dank der engen Zusammenarbeit des Teams mit SUTER RACING, einem Schweizer Her-steller aus Turbenthal, mit weitgehend Schweizer Technikern, sprechen wir im Team weitgehend Deutsch, was die gegenseitige Kommunikation nicht nur erleichtert, sondern im technischen Bereich klarer und damit präziser macht. Was die auch im Spitzensport nötige Auflockerung betrifft, wird mein Schwei-zerische Berner-Humor (richtig) verstanden☺. Es liegt nun an mir, natürlich ver-bunden mit dem nötigen Rennglück und unter körperlich stets gesunden Vor-zeichen, wieder Podeste einzufahren und die von mir stets angestrebten Top-Fünf-Plätze konstant zu erreichen. „I go for it und gebe Vollgas!“

 

Domi#77