Dominique Aegerter und sein Kawasaki WorldSSP-Team wurden beim zweiten Test des neuen Jahres erneut durch wechselhafte Wetterbedingungen bei ihren Saisonvorbereitungen behindert.
Für den 35-jährigen Dominique Aegerter hat sich die Reise zu den Wintertests letzte Woche in Jerez de la Frontera und diesem Montag und Dienstag im benachbarten Portimao in Portugal nicht wirklich gelohnt. Für den Kawasaki-Fahrer, der in dieser Saison in die FIM Supersport World Championship zurückkehrt, wo er seine bislang grössten Erfolge gefeiert hat, wären diese vier Tage enorm wichtig gewesen, da praktisch alles für ihn neu ist.
Das Wetter spielte jedoch Aegerter und seinen WorldSSP-Konkurrenten, die in den letzten beiden Tagen dort waren, keinen guten Streich. Immer wieder einsetzende Regenschauer verhinderten, dass die Strecke auf dem anspruchsvollen Kurs des Autódromo Internacional do Algarve, unweit der Hafenstadt Portimao an der Algarve, abtrocknete. Aegerter absolvierte insgesamt knapp 50 Runden. Viel mehr als Funktionstests verschiedenere Komponenten waren jedoch nicht möglich.
Vor dem ersten Rennwochenende der neuen Saison in Australien in knapp einem Monat stehen allen Teams noch zwei offizielle Testtage in Phillip Island zur Verfügung, wo hoffentlich schönes und stabiles Sommerwetter auf der anderen Seite der Welt für optimale Bedingungen sorgen wird.
#77 Dominique AEGERTER (Kawasaki WorldSSP Team, Kawasaki Ninja ZX-6R 636)
«Wir hatten auch dieses Mal wieder Pech mit dem Wetter. Die wechselhaften Bedingungen der letzten beiden Tage haben uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Immer wenn die Strecke abgetrocknete, fing es wieder an zu regnen. Gestern konnten wir immerhin fast 40 Runden fahren, um einige Elektronikeinstellungen zu testen. Es war auch ein gutes Training im Nassen, um zumindest einige Daten zu sammeln. Heute kamen wir jedoch nicht über zehn Runden hinaus. Die beiden Runs wurden genutzt, um Starts zu üben und die Elektronik in Bezug auf Gasannahme, Armaturenbrett und Quick-Shifter zu überprüfen. Rückblickend waren es zwei lange Tage mit viel Wartezeit, in der Hoffnung, dass wir endlich mit Slicks auf die Strecke können. Einerseits bin ich froh, wieder auf meinem Rennmotorrad zu sitzen und mit dem Team zusammenzuarbeiten, um uns besser kennenzulernen. Andererseits ist es nicht so toll, dass wir in vier Testtagen nur zehn Runden bei trockener Strecke gefahren sind.»
«Ich bin nicht besorgt, aber ich bin ein wenig nervös, weil wir nach Australien fahren, ohne das Motorrad als Fahrer wirklich zu kennen. Es war auch unmöglich, an einer Basisabstimmung zu arbeiten, ein Gefühl dafür zu bekommen und Vertrauen aufzubauen. Glücklicherweise haben wir vor dem ersten Rennwochenende noch zwei Tage, Montag und Dienstag, die wir hoffentlich optimal nutzen können. Vorher gehe ich zurück in meine Heimat Schweiz, wo ich mein Trainingsprogramm fortsetzen werde, damit ich für das erste Rennwochenende Ende Februar körperlich und mental in Topform bin. Zuvor möchte ich mich ganz herzlich beim gesamten Team für seinen Einsatz in den letzten zwei Tagen bedanken. Unter diesen Bedingungen war das keine leichte Aufgabe für sie. Und noch einmal vielen Dank an sie, dass sie in den Wintermonaten alles geregelt und sich um die Details gekümmert haben, um die ich sie im November gebeten hatte. Ich kann es kaum erwarten, nach Australien zu reisen und dort unser Potenzial zu zeigen.»